Der Naturpark Lüneburger Heide ist für die Jahre 2026/2027 mit der „Nationalen Auszeichnung – Bildung für nachhaltige Entwicklung“ ausgezeichnet worden. Die Deutsche UNESCO-Kommission und das zuständige Bundesministerium würdigen damit die langjährige und vielfältige Bildungsarbeit des Naturparks. Sichtbar gemacht wurde die Auszeichnung gemeinsam mit der Grundschule Sprötze-Trelde, die seit zehn Jahren Naturpark-Schule ist: Schülerinnen und Schüler stellten auf einer Wiese die drei großen Buchstaben BNE dar. Die Untere Naturschutzbehörde des Landkreises Harburg hielt die Aktion mit einer Drohne aus der Luft fest.
Bildung für nachhaltige Entwicklung, kurz BNE, soll Menschen dazu befähigen, Zusammenhänge zu erkennen, unterschiedliche Perspektiven einzubeziehen und die Entwicklung ihrer Region selbst mitzugestalten. Dabei spielt gemeinsames Lernen und Erleben eine zentrale Rolle: Nachhaltige Entwicklung entsteht dort, wo Menschen miteinander ins Gespräch kommen, voneinander lernen und gemeinsam Ideen entwickeln. Im Naturpark Lüneburger Heide ist dieser Ansatz seit vielen Jahren Bestandteil der Arbeit. Dazu gehören unter anderem die Naturpark-Schulen und -Kitas, eine Naturpark-Kids-Gruppe und jährliche Jugendcamps. Zum Programm gehören außerdem
die Aus- und Fortbildung zertifizierter Natur- und Landschaftsführender sowie andere Angebote für Erwachsene: seit neuestem ein Naturpark-Bildungsurlaub, Kooperationen mit außerschulischen Lernorten und anderen regionalen Partnern. „Die Auszeichnung bestätigt uns darin, BNE nicht als einzelnes Projekt zu verstehen. Sie zieht sich durch viele Bereiche
unserer Arbeit. Besonders wichtig ist uns das gemeinsame Lernen: Menschen sollen ihre Region nicht nur kennenlernen, sondern sich austauschen, unterschiedliche Sichtweisen kennenlernen und gemeinsam überlegen, wie sie nachhaltige Entwicklung mitgestalten können“, sagt Britta Eggers, Leiterin des Projekts „Lebenslanges Lernen im Naturpark Lüneburger Heide“.
Das Foto der gemeinsamen Aktion mit der Grundschule Sprötze-Trelde steht zugleich für einen wichtigen Grundgedanken der Bildungsarbeit und beispielhaft für den BNE Ansatz: Nachhaltige Entwicklung entsteht nicht durch Einzelne, sondern durch gemeinsames Lernen, Mitmachen und Gemeinschaft. „Kinder sollen nicht nur Wissen vermittelt bekommen, sondern
selbst entdecken, ausprobieren und gestalten. Die zehnjährige Zusammenarbeit mit der Grundschule Sprötze-Trelde zeigt, wie wertvoll langfristige Partnerschaften für gute Bildungsarbeit sind. Denn Nachhaltige Entwicklung entsteht dort, wo Menschen miteinander ins Gespräch kommen, voneinander lernen und gemeinsam Ideen entwickeln“, sagt Annika Drews-
Shambroom, Bildungsverantwortliche und Koordinatorin der Naturpark-Schulen im Naturpark Lüneburger Heide. Für die Nationale BNE-Auszeichnung werden unter anderem die Qualität der Bildungsarbeit, ein ganzheitlicher Ansatz, Beteiligungsmöglichkeiten, Kooperation und Vernetzung sowie die dauerhafte Verankerung von BNE betrachtet. Für den Naturpark Lüneburger Heide ist die Auszeichnung damit sowohl Anerkennung der bisherigen Arbeit und zugleich Ansporn,
die Bildungsangebote in den kommenden Jahren gemeinsam mit vielen in der Region weiterzuentwickeln.